Gütestelle

Güteverfahren oder Mediationsverfahren

Sie können selbst wählen, ob Sie ein Mediationsverfahren nach der Verfahrensordnung der Gütestelle oder als „einfaches“ Mediationsverfahren durchzuführen.

Eine Einigung vor einer Gütestelle ist dann sinnvoll, wenn gleichzeitig die Verjährung von Ansprüchen droht, da der Antrag auf Durchführung des Gütestellenverfahrens den Eintritt der Verjährung nach § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB hemmt.

Darüber hinaus kann aus der protokollierten Vereinbarung, welche im Rahmen des Verfahrens getroffen wird, direkt die Zwangsvollstreckung betrieben werden (§ 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO).

Insofern sollten Sie vor der Auswahl des geeigneten Verfahrens überdenken, ob Ihnen die Hemmung von Fristen wichtig ist und ob Sie Wert auf eine Vollstreckbarkeit der getroffenen Vereinbarung legen. In diesem Fall würde sich das Verfahren vor der Gütestelle eignen.

Bei rechtsfernen Streitigkeiten, welche eher Fragen in Bezug auf Kommunikation und weitere Zusammenarbeit aufwerfen, empfiehlt es sich, auf die notwendigen Formalitäten der Gütestelle zu verzichten und das Verfahren möglichst flexibel zu gestalten. Hier würde sich eher eine Mediation anbieten.

Selbstverständlich berate ich Sie gerne bei der Auswahl des für Sie geeigneteren Verfahrens.

 

Wie kann ich ein Verfahren vor der Gütestelle einleiten?